Steele: Demonstrationen auf Dreiringplatz blieben gewaltfrei

Gegen die ca. 500 Anhänger der Veranstaltung "Eltern gegen Gewalt" erhoben 700 Menschen bei der Gegendemonstration ihre Stimme. Beide Veranstaltungen blieben dabei gewaltfrei und ohne größere Vorfälle | Foto: Heun / Ev. Kirchengemeinde Königssteele

Am Sonntag, den 06. Mai 2018, fanden im Steeler Ortskern zwei Demonstrationen am Dreiringplatz statt. Eine Initiative namens „Eltern gegen Gewalt“ hatte zu einer Versammlung aufgerufen. Dem entgegen stellten sich Gegendemonstranten unter der von „Essen stellt sich quer“ initierten Aktion „Steele ist kunterbunt“.

Das befürchtetete Chaos am ersten Wochenende im Mai blieb in Steele weitgehendst aus. Die Bürgerinitiative „Eltern gegen Gewalt“ hatte zu einer Demonstration auf dem Dreiringplatz aufgerufen. Bereits im Vorfeld wurden Verbindungen zur rechtskonservativen Szene bis hin zu Hooligangruppierungen vermutet. Daher rief das Bündnis „Essen stellt sich quer“ zur Gegendemonstration auf (wir berichteten).

Von den erwarteteten 1600 Personen, konnte die Polizei Essen insgesamt nur rund 1400 Anwesende verzeichnen. Laut Polizei Essen waren rund 600 auf Seiten der „Eltern gegen Gewalt“ und 800 Teilnehmer zur Gegenveranstaltung „Steele ist kunterbunt“ gekommen. Letztere nutzten für ihren Protest die angrenzende Fläche vor der Friedenskirche in Steele in unmittelbare Nähe.

Die Bundespolizei NRW unterstützte die Kollegen aus Essen. Ein eingesetzter Helikopter überwachte die Anreise-Bahnhöfe zusätzlich aus der Luft.

Nach der Auftaktkundgebung mit verschiedenen Rednern, machten sich die Teilnehmer von „Eltern gegen Gewalt“ auf ihre Demoroute über die Grenoble- und Henglerstraße, bis hin zurück zum Ausgangspunkt auf dem Dreiringplatz.

Hierbei kam es zu einem Zwischenfall: Etwa 20 Personen aus dem bürgerlichen/linken Lager versuchten im Bereich Bochumer/Grenoblestraße den Demonstrationszug zu stören. Ein schnelles Einschreiten der Polizeikräfte verhinderte dies aber. Vier Anwesende waren dabei vermummt und leisteten dem Sicherheitskräften gegenüber Widerstand. Die Personen wurden darauf kurzzeitig in Gewahrsam genommen.

Ansonsten blieb es für die Polizei ruhig: In einer anderen Angelegenheit mußte sie noch eine Strafanzeige wegen Beleidigung und eine Anzeige wegen dem Mitführen eines Messers durch einen Anhänger der „Eltern gegen Gewalt“-Veranstaltung anfertigen.

Die Gegendemonstration lief derweil durch den Kern von Steele und unterbrach für Zwischenkundgebungen an verschiedenen Stellen im Stadtteilkern. Bei dieser Demoroute kam es nicht zu weiteren Vorfällen.

Nach den Abschlußkundgebungen, erklärte die Polizei beide Versammlungen gegen 16 Uhr für aufgelöst. Die anschließende Abreise aller Teilnehmer verlief – bis auf ein paar Wortgefechte am Bahnhof Steele – ohne weitere Zwischenfälle.

Der Tag in Steele verlief daher soweit besser, als von vielen Anwohnern im Vorfeld befürchtet. An mehreren Stellen im Stadtteil herrschte ein absolutes Parkverbot, welches die Polizei auch rigoros umsetzte. Gegen 16:30 waren sätmliche Verkehrseinschränkungen wieder aufgehoben worden.

„Unser Konzept der Trennung und des konsequenten Einscheitens ist aufgegangen“, gab die Polizei am Abend via Twitter bekannt.

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