Steele: Gegen Demo am 6. Mai regt sich Widerstand

Am 06.05.2018 will das umstrittene Bündnis "Eltern gegen Gewalt" auf dem Dreiringplatz in Essen-Steele demostrieren. "Essen stellt sich quer" hat eine Gegendemo angekündigt. | Foto: “Dreiringplatz” von Wiki05. Lizenz: CC BY-ND 2.0

Am Sonntag, den 6. Mai plant das Bündnis „Eltern gegen Gewalt“ eine Demonstration auf dem Dreiringplatz in Essen-Steele. Die Initiative „Essen stellt sich quer“ erwartet eine Veranstaltung des rechten politischen bis radikalen Randes und will sich mit einer Gegendemonstration entgegenstellen.

Im Internet und in den Briefkästen vieler Steelenser wird seit ein paar Tagen vermehrt Werbung für eine Demostration mit dem Titel „Eltern gegen Gewalt“ gestreut. Die Demo soll am Sonntag, den 6. Mai 2018, auf dem Dreiringplatz stattfinden.

Im Internet gibt sich die Veranstaltung als Demo für die breite Mitte der Gesellschaft und unpolitisch. Jedoch finden sich auf der dazugehörigen Facebook-Seite und Homepage eindeutige Verbindungen zur AfD und der rechts-politischen Szene. Ein dazugehöriges Werbevideo wurde über einen Pegida-nahen YouTube Kanal mit dem Namen „GermanDefence24“ geteilt.

Das antifaschistische Bündnis „Essen stellt sich quer“ macht nun im Internet gegen diese Veranstaltung mobil: „Eine solche Veranstaltung, bei der sich die Rechten als Wölfe im bürgerlichen Schafspelz aufspielen, werden wir als Essener*innen und als Bündnis Essen stellt sich quer nicht unwidersprochen lassen“, schreibt die Initiative auf ihrer Facebook-Seite. „Wir überlassen diesen Hetzer*innen und Menschenfeind*innen nicht diese Stadt! Daher haben wir für den 06.05. eine Gegenkundgebung angemeldet.“

Die Veranstaltung mit dem Titel „Steele ist kunterbunt – Gegen Rassismus! Gegen Gewalt!“ wird am 6. Mai ab 13:30 Uhr ebenfalls auf dem Dreiringplatz stattfinden.

Die Vorwürfe gegen das Bündnis „Eltern gegen Gewalt“ ist nicht unbegründet: Zuvor war das lose Kollektiv in Bottrop unter dem Pseudonym „Mütter gegen Gewalt“ am 4. März dieses Jahres in Erscheinung getreten. Auffällig viele Anwesende stammten damals aus rechts-konservativen wie auch rechtsradikalen Kreisen – beispielsweise der „Identitären Bewegung“ oder auch „ProNRW“.

Die Polizei Essen rechnet für den ersten Sonntag im Mai auf jeden Fall mit vielen Teilnehmern auf beiden Seiten der Demostrationsveranstaltungen und wird dementsprechend vor Ort präsent sein.

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