Polizei beendet jugendliche Raubserie

Symbolbild: “Polizei” von Paul Sableman. Lizenz: CC BY-ND 2.0

Die Ermittlungsgruppe Jugend der Polizei Essen hat die brutale Raubserie einer Jugendbande beendet. Der Großteil der Straftaten der 13- bis 15-Jährigen wurde in Steele und Freisenbruch begangen. Besonders ausgewöhnlich war die hohe Gewaltbereitschaft.

Ein 13-Jähriger als Kopf einer Bande, die seit Mitte Dezember für mindestens 14 Raubdelikte in Essen verantwortlich gemacht soll… das ist das Ergebnis intensiver Ermittlungen der Sachbearbeiter des Kriminalkommissariates 31. Die Ermittlungsgruppe Jugend ist dem 13-jährigen Intensivtäter seit Dezember auf der Spur. Gemeinsam mit unterschiedlichen jugendlichen Mittätern soll er 14 Raubüberfälle, vorwiegend im Bereich Steele und Freisenbruch, verübt haben.

“Besonders außergewöhnlich war die Brutalität und die Steigerung seiner Gewaltbereitschaft, mit der er seine Opfer anging.”, so Martin Kielbassa, Leiter der Ermittlungsgruppe Jugend. Mit körperlicher Gewalt zwang er zunächst seine meist älteren Opfer zur Herausgabe ihrer Wertgegenstände. Später steigerte er sich und erbeute unter Vorhalt eines Nothammers, einer Eisenstange und letztendlich sogar unter Vorhalt eines Messers vorwiegend Mobiltelefone. So bedrohte er mit einem Springmesser am 14. Januar zwei Jugendliche (14,17) in der Nähe des Burgplatzes und erbeutete Mobiltelefone und Bargeld aus den Hosentaschen seiner Opfer.

Der eher schmächtig wirkende Junge fungierte auch gegenüber seinen älteren Mittätern als Drahtzieher und Anstifter dieser Jugendbande. Neben den Raubdelikten soll er auch für mindestens 20 Roller- und Mofadiebstähle im Essener Osten verantwortlich sein, die er zum Teil alleine und zum Teil mit unterschiedlichen Mittätern begangen haben soll. In zwei Fällen kam es sogar zu Kollisionen mit den ihn verfolgenden Streifenwagen.

Am 16. Januar legten die Beamten der Ermittlungsgruppe Jugend fünf Mitgliedern der Bande das Handwerk. Die jungen Täter (15, 13, 14,14,14) waren geständig, die Raubüberfälle begangen zu haben. Die Beamten konnten Teile der Beute, Tatwaffen und Maskierungen sicherstellen. Gegen einen 15-Jährigen wurde ein Untersuchungshaftbefehl erwirkt. Der 13-jährige jugendliche Ideengeber wurde durch das Jugendamt Essen einer intensivpädagogischen Einrichtung überstellt.

5 Kommentare

  1. Der 13-jährige Junge wurde von seinem Vater schon als kleines Kind brutal misshandelt. Er musste jeden Tag aus dem Haus fluchten, um überleben zu können. Das wuste doch die ganze Bezirk. Ausser Jugendamt – die Beamter haben sich mit einem menschlichen Leben nicht auseinander setzen wollten, am liebsten – die sinnfreien Papiere von links nach rechts verlegen. Jetzt haben wir einen kleinen 14-jährigen Verbrecher, der nie eine menschliche Zuwendung erlebt hat, selbst gar nicht weisst, wo er hingehört… Ich bin gegen Brutalität, aber die Gleichgültigkeit empört mich noch mehr.

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