Freisenbruch: Versuchter Ehrenmord führt zu Festnahmen

Symbolbild: “Polizei” von Bastian. Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Am frühen Mittwochmorgen, den 25. Juli 2018, fand in Essen und weiteren Ruhrgebietsstädten ein Großeinsatz der Polizei statt. Es wurden Haftbefehle vollstreckt, um den Vorwurf eines Mordkomplotts zu klären. Auch in Essen-Freisenbruch gab es eine Festnahme.

Am 31. Mai 2018 wurde ein 19-jähriger in Huttrop bei einem Messerangriff schwer verletzt und verlor beinahe sein Leben. Was zunächst wie ein eskalierter Streit aussah, soll ein Mordkomplott gewesen sein. Eine syrische Familie wollte das Opfer wegen Ehebruchs umbringen.

Daher wurden am frühen Mittwochmorgen vorallem in Essen, aber auch weiteren Städten, Haftbefehle mit Unterstützung durch das SEK vollstreckt. Dabei wurden Wohnungen und Fahrzeuge der Verdächtigen untersucht und die Personen in Gewahrsam genommen.

Es gab 4 bestätigte Festnahmen in Essen. Eine Person wurde hierbei am Philosophenweg im Bergmannsfeld festgenommen. Eine weitere soll in Essen-Horst wohnhaft sein.

Hintergrund war offenbar ein geplanter Ehrenmord. Eine junge Syrerin ging obwohl sie verheiratet war eine Beziehung mit dem 19-jährigen Mann ein. Die Familie wollte dies mit Selbstjustiz ahnden. Teile der Tat wurden dabei offenbar sogar auf Video aufgenommen.

Die Polizei war auf die Mithilfe des Opfers angewiesen. Dieser wendete sich nach dem Mordversuch glücklicherweise direkt an die Polizei und schaltete nicht seine Familie ein.

Polizeipräsident Frank Richter hofft auf eine Signalwirkung des großflächigen Einsatzes: „Wir dürfen uns es als Gesellschaft nicht erlauben, diese Parallelstrukturen zu akzeptieren.“

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