Steele: Gewaltige Explosion in Wohnhaus – Mann verstirbt

Foto: Justin Brosch

Eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Essen-Steele am 09. Dezember 2023 hielt die Feuerwehr 20 Stunden in Atmen. Eine Frau wurde schwerverletzt und ein Mann nur noch tot aus dem völlig zerstörten Haus geborgen.


Am Samstagabend (09.12.2023) gegen 22:14 erhielt die Feuerwehr Essen mehrere Anrufe. Es wurde ein gewaltiger Knall in der Westfalenstraße und der Umgebung wahrgenommen. Anschließend brannte es in einer Erdgeschosswohnung des dreigeschossigen Gebäudes.

Auch auf dem gerade erst geschlossenen Weihnachtsmarkt in der Steeler Fußgängerzone war der Knall deutlich zu hören. Mehrere Einsatzkräfte der Polizei begaben sich daher umgehend zum Unglücksort. Ihnen und den herbeieilenden Feuerwehrkräften bot sich ein Bild der Zerstörung und Verwüstung. Die Fenster des Gebäudes waren geborsten, die Rolläden lagen auf der Straße. Die Scheiben von Autos, die in der näheren Umgebung des Einsatzortes geparkt waren, waren zersplittert. Bei einem Tattoostudio gegenüber wurde die Außenwerbung komplett aus der Verankerung gerissen.

Foto: Justin Brosch

Eine weibliche Anwohnerin aus dem Obergeschoss des Gebäudes war, um sich zu retten, aus dem Fenster gesprungen und lag schwerverletzt auf der Straße. Sie wurde unmittelbar mit dem Notarzt in eine Spezialklinik für Verbrennungsopfer nach Bochum transportiert. Zwei weitere Anwohner wurden zum Glück nur leichtverletzt.

Fordernder Großeinsatz für die Feuerwehr

Das Feuer hatte sich inzwischen auf das gesamte Gebäude ausgedehnt. Auf Grund der Intensität zog sich die Brandbekämpfung über mehrere Stunden hin. Die Löscharbeiten dauerten bis zum früheren Sonntagmorgen an. Selbst am Sonntag waren noch Nachlöscharbeiten wegen erneut aufflammender Feuer bis in die Nachmittagsstunden notwendig. Das Haus ist unbewohnbar und einsturzgefährdet, weshalb es in den nächsten Tagen abgerissen werden muss. Auch das Nachbargebäude wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise kamen die Anwohner bei Familie und Freunden unter.

Das Löschen des Brandes entwickelte sich für die Feuerwehr zum extrem fordernden Einsatz. Foto: Justin Brosch

Mehrere Augenzeugen versicherten, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion noch ein weiterer Mann im Gebäude befunden haben soll. Daher wurde im Laufe des Sonntags eine Rettungshundstaffel zum Auffinden der Person eingesetzt. Leider war dieses Unterfangen ergebnislos, da die Hunde hauptsächlich auf das Erschnüffeln noch lebender Personen trainiert sind. Außerdem war die Statik des Gebäudes nicht mehr gegeben, so dass eine gründliche Untersuchung mit Risiken verbunden war.

Leblose Person im Gebäude geborgen

Gegen 16:30 Uhr wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben, die sich mit der Ermittlung der Brandursache beschäftigte. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde dann gegen 19 Uhr eine leblose Person in den Trümmern des 1. Obergeschosses gefunden. Durch die extremen Verbrennungen ist noch nicht klar, ob es sich um den vermissten Mann handelt. Ebenfalls fand man eine Würgeschlange, die die Explosion überlebt hat und von den Einsatzkräften gesichert abtransportiert wurde.

Am Sonntagabend (10.12.2023) wurde eine leblose Person im Gebäude geborgen. Foto: Justin Brosch

Die Unglücksursache ist noch unklar

Es ist nach wie vor unklar, was zu dieser großen Explosion und dem schnell wachsenden Brand geführt hat. Das Haus in der Westfalenstraße in Essen-Steele ist nicht an das öffentlich Gasnetz angeschlossen, was für ein solches Unglück eine Ursache wäre. Die Ermittlungen hierzu dauern weiterhin an.

Das Haus in der Westfalenstraße wurde so stark beschädigt, dass es abgerissen werden muss. Foto: Feuerwehr Essen

Die Westfalenstraße zwischen Joseph-Boismard-Weg und Grendplatz bleibt vorübergehend gesperrt, da große Teile des Hauses drohen auf die Straße zu fallen.

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