Großeinsatz gegen Drogenkriminalität in Freisenbruch

Drogenrazzia in Freisenbruch
U.a. wurde eine Immobilie an der Alleestraße von den Einsatzkräften durchsucht. Foto: Justin Brosch

Am Mittwochmorgen, 19.01.2022, fand in Essen ein Großeinsatz gegen Drogenkriminalität statt. Die Schwerpunkte lagen in den Stadtteilen Freisenbruch, Borbeck und Altendorf.

Die Bewohner in Freisenbruch wurden am frühen Mittwochmorgen unsanft aus dem Schlaf gerissen. Viele Polizeiwagen und sogar ein Panzerwagen waren im Stadtteil unterwegs. Außerdem berichten Zeugen von einem lauten Knall.

Anlass für die morgendliche Polizeigroßaktion war eine Großrazzia im Drogenmilieu. Sowohl in Freisenbruch als auch in Altendorf und Borbeck wurden dabei rund 20 Objekte durchsucht. Es kamen dabei Einheiten des SEKs zum Einsatz. Bundesweit wurden im Rahmen der Aktion auch zeitgleich Objekte in Mülheim, Kleve und Balingen (Baden-Würtemberg) durchsucht.

Panzerwagen
Beim Großeinsatz in Freisenbruch kam auch ein Panzerwagen zur Unterstützung. Foto: Justin Brosch

In Freisenbruch wurde ein Gebäude an der Alleestraße durchsucht. Hierbei kam auch ein Panzerwagen, der normalerweise für Anti-Terror-Einsätze gedacht ist, zum Einsatz. Das 12,5 Tonnen schwere Fahrzeug rammte ein Stahltor auf. Anschließend stürmten schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinenpistolen eine Lagerhalle. Ein Hubschrauber leuchtete indes das Gelände aus. Die Ermittler vermuteten Waffen in dem Gebäude.

In Altendorf wurde die Tür eines Wohnhauses aufgesprengt.

Bei der Razzia konnten insgesamt 50.000€ Bargeld, Drogen verschiedener Art in nicht unerheblichen Mengen, Schusswaffen und eine ganze Drogenplantage beschlagnahmt werden. Außerdem wurde eine Fabrik entdeckt, in der sowohl Feuerwaffen als auch synthetische Drogen hergestellt worden sind.

Die Polizei Essen zeigt sich mit dem Einsatz zufrieden. Es lagen jedoch nur Durchsuchungsbeschlüsse vor. Aufgrund fehlender Haftbefehle konnten Anwesende nur vorübergehend in Gewahrsam genommen werden.

Die Ermittlungen und Auswertungen der Beschlagnahmungen dauern weiter an.

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