Drohender Denkmalschutz erschwert Sanierungen am Bürgerhaus Oststadt

Das Bürgerhaus Oststadt ist Treffpunkt für Jung und Alt am Schultenweg in Freisenbruch.

Dem Bürgerhaus Oststadt droht unter Denkmalschutz gestellt zu werden. Dringende notwendige Sanierungsarbeiten, besonders im Bereich des Brandschutzes, würden dazu zusätzlich erschwert und teuer werden. Das letzte Wort hat nun die Obere Denkmalschutzbehörde.

Das Bürgerhaus Oststadt am Schultenweg ist Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – nicht nur aus Freisenbruch sondern auch anderen Stadtteilen in Essen. Hier finden Sprach- und Sportkurse, organisierte Treffen für Jugendliche aber auch Senioren oder kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Theater oder Lesungen statt. In einem sind sich daher alle sicher: Das Bürgerhaus Oststadt ist ein wichtiger Anlaufpunkt in Freisenbruch!

Damit das so bleiben kann, sind wichtige Sanierungen am gut 50 Jahre alten Gebäude geplant. Besonders im Bereich der Fluchttreppen und Brandsicherung muß einiges getan werden. Aber auch die Optik und Haltbarkeit von Decken und Wänden, würden endlich mal wieder eine Generalüberholung bekommen. Rund 1,4 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Das Geld stammt aus den geplanten Mitteln für eine Flüchtlingunterkunft, die in Frillendorf geplant war, aber nie umgesetzt wurde.

Ein wahres Damoklesschwert verzögert diese Arbeiten aber nun und dem Bürgerhaus droht, dass die finanziellen Ressourcen nicht ausreichen könnten. Zur Zeit prüft nämlich die Oberste Denkmalschutzbehörde, ob das historische Gebäude unter den Denkmalschutz fallen soll. Ein entsprechendes Gutachten steht jedoch noch aus. Damit wären viele bauliche Maßnahmen nur mit schwierigen Anträgen oder auch gar nicht mehr möglich.

Viele Essener stört hierbei besonders, dass die Stadt bereits jetzt von einer Anerkennung als Denkmal ausgeht. Dementsprechend wurden bereits Sanierungspläne angepasst, obwohl ein offizielles LVR-Gutachten noch gar nicht vorliegt. Die Sanierungsarbeiten unter Einbeziehung eines eventuellen Denkmalschutz könnten der Stadt Essen dann zu hoch sein.

Die Leidtragenden sind momentan die zahlreichen Nutzer und Besucher des Bürgertreffpunkts in Freisenbruch. Wie so häufig in städtischen Belangen werden die Mühlen sehr langsam malen, bis eine Entscheidung über die Zukunft des Bürgerhaus Oststadts getroffen wird.

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